Sabine aus Kasachstan

Heute will ich euch von mir erzählen.
Geboren bin ich in einem Zwinger in Russland, am 5.8.96. Von dort aus ging es zu einem Ehepaar, mit denen ich im Januar nach Deutschland kam. Mann war das toll so hoch im Flugzeug! Im Februar 97 mussten wir wieder umziehen. Diesmal in eine sehr kleine Wohnung, in der Hunde nicht erlaubt waren. Es wurde sehr viel telefoniert und immer wurde von mir gesprochen, dann ging alles sehr schnell. Es kamen zwei Männer die mich einfach mitnahmen.

So geht das nicht !! Denen setzte ich einen Haufen ins Auto, aber das langte nicht, also gut dann auch noch das Mittagessen drauf. So hatte ich mir das nicht gedacht, die streicheln mich und reden mit mir. aber verstehen? : " Was reden die für eine Sprache?" Zuhause bei den beiden ist es nicht schlecht ! Drei Hounds die so aussehen wie ich, bloß viel dicker. Hier soll ich erst mal bleiben und deutsch lernen.

Die Frau wo ich wohne telefoniert viel mit einer Frau Meyer und immer geht's um mich. 14 Tage später, eigentlich fühle ich mich ganz wohl hier, soll ich ein anderes Zuhause bekommen. das heißt Sachen packen und ab ins Auto. In Kassel treffen wir nette Leute, die haben einen kleinen weißen Hund dabei und finden mich einfach süß. Also gehe ich erst mal nach Hamburg, aber nur für eine Woche ! Der kleine Jonny streikt und verweigert sein Fressen. Er war sehr traurig, daß er nicht mehr alleine der Liebling war.

Wieder ins Auto und ab nach Kassel. Wer steht denn da? Die Frau mit den drei Basset, die beachte ich nicht! Nie mehr. Aber zur Sicherheit gehe ich schnell zum Bus, da steht Ivonne, die mich sehr vermisst hat. Kaum ein Tag im Jägerthal wird schon wieder mit Frau Meyer telefoniert. Nur eine Woche später kamen schon wieder zwei fremde Männer und diesmal soll es das letzte mal sein, daß ich umziehe. Nach einer Woche Streik mit meinem Pflegefrauchen legte ich den Kopf auf ihren Schoß, bitte laß mich da, ich will nicht mehr weg. Aber sie bleibt hart und redet mir gut zu. Dann fahre ich mit den beiden Männern zu meinem neuen Frauchen.

Mein neues Frauchen wurde, nach einer gewissen Zeit immer krank, wenn ich in ihrer Nähe war. Ich mußte immer öfter nach draußen. So sollte es nicht weitergehen. und es wurde wieder mit einer Frau Meyer und einer Frau Rech telefoniert. Sechs Wochen waren vergangen als meine Familie ganz früh aufstand und meine Sachen ins Auto packte. Schon wieder umziehen mir ist so schlecht. Was denkt ihr wie es weiter geht? Ha, ich lernte Frau Meyer und ihren Mann kennen. Die nahmen mich mit auf eine Mitgliederversammlung. Und da war auch die Familie Rech, die ich gleich freudig begrüßte. Sie versprachen mir, daß ich nun bei ihnen bleiben darf, für immer!

In meinen ersten acht Monaten war ich bei vielen Besitzern und alle hatten mich sehr lieb. Trotzdem konnte ich nirgends bleiben, aber vielleicht werde ich ja im Jägerthal alt. Ach ja, ich muß noch mein erstes Herrchen und Frauchen grüßen, und mich für die lieben Grüße zu meinem Geburtstag bedanken.